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Taste the waste: Karotten-Apfel-Chutney mit Karottengrün

Kreativ einkochen

Ganz nach dem Motto „taste the waste“ tasteten wir uns an das Karotten-Apfel-Chutney heran. Doch halt: was ist hier nun der „Müll“? Das Karottengrün. Von vielen lieblos in den Mülleimer oder auf den Kompost geworfen, im besten Fall landet das Kraut noch im Futternapf von Tieren. Dabei ist es oftmals ein Irrglaube, das Karottengrün generell giftig oder ungenießbar sei. Wir wagen uns ran ans Kraut und verraten euch ein wunderbares und einfach zuzubereitendes Einkoch-Rezept: das Karotten-Apfel-Chutney.

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Was haben Karotte, Kohlrabi und Radieschen gemeinsam? Sie haben essbare grüne Blätter, die wir normalerweise wegwerfen beziehungsweise gar nicht mehr mitkaufen. Eigentlich Schade.

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Von wegen nutzloses Grünzeug

Zugegeben: nach Karottengrün muss man heute schon fast suchen. Bevor die Karotten überhaupt im Gemüseregal den Kunden angeboten werden, wird meist schon das buschige Kraut entfernt. Nachhaltig gesehen nicht unbedingt schlau, gesundheitlich auch nicht zwingend zum Vorteil. Enthält doch das satt grüne vermeintliche Abfall mehr Kalzum als die Wurzel. Dem Geschmack nach ist es mild, leicht nach Karotte und entfernt mit der Petersilie zu vergleichen. Die „Wir hauen alles in den Topf“-Mentalität ist also hier nicht fehl am Platz.

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Zudem haben wir weitere fünf Argumente für das Karottengrün:

  1. Wenn du es eh schon gekauft hast, wieso nicht gleich mit verkochen? Ein nachhaltiger Gedanke und gut für’s Geldbörserl.
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  2. Das Kraut ist (in normalen Mengen) bedenkenlos essbar.
    ABER: In großen Mengen sollte man das Blattgrün von der Karotte nicht verspeisen. Dieses enthält auch Stoffe, welche, zugegebenermaßen in recht großen Mengen oder regelmäßig verzehrt, beispielsweise durch natürliche Pestizide giftig wirken können (Karottengrün die Alkaloide Daucin und Pyrrolidin, diese sind aber in vielen Lebensmitteln vorhanden). Zudem sollte beim Kauf unbedingt auf die BIO-Qualität geachtet werden. Konventionelle Karotten werden oftmals mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt, dieses Rückstände sind im Blatt zu finden.
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  3. Frisch kann das Kraut als Petersilienersatz verwendet werden. Aber auch frittiert schmeckt das Karottengrün mit etwas Salz toll und ist eine schöne Deko sowie knackige Alternative zu Chips.
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  4. Das Karottengrün kann zusammen mit Sellerie, Lauch, usw. auch für eine schmackhafte Gemüsebouillon verwendet werden. Die Suppe kann dann in Gläser abgefüllt und abgekocht werden. So hat man immer eine Bouillon parat.
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  5.   Kleingehackt bzw. fein gezupft ist das Karottengrün auch ein Farbklecks in vielen Speisen.

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Tee mit Karottengrün ist eine passable Lösung für Personen mit Harnwegsbeschwerden.

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Somit hat das Kraut viele Vorteile und wenige Nachteile – wir sind auf jeden Fall vom folgenden Rezept begeistert:

Karotten-Apfel-Chutney mit Karottengrün

Kann man Karottengrün eigentlich essen? Ja! Beispielsweise als Tee, Pesto oder als Alternative zu Petersilie bringt das Grünzeug einen neuen Geschmack auf den Teller. Oder eben wie hier als Chutney. Wagt euch ran ans Kraut!

Gericht Chutney
Küche Österreich
Keyword Karotten
Zubereitung 45 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Arbeitszeit 15 Minuten
Portionen 2 500ml Gläser

Zutaten

  • 700 g Äpfel
  • 300 g Karotten
  • etwas Ingwer
  • 2 Frühlingszwiebeln inklusive grüner Stangen
  • etwas Chili
  • 150 ml Apfelessig hochwertig
  • 150 g Rohrzucker
  • 3 TL Salz
  • 1 EL Zimt
  • Karottengrün nach Geschmack

Anleitung

  1. Äpfel waschen und entkernen, Karotten waschen und gegebenenfalls schälen.
  2. Beide in kleine Würfel schneiden.
  3. Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden.
  4. Dann alle Zutaten in einen Topf geben.
  5. Zirka eine halbe Stunde kochen, es sollte dann eine Püree-ähnliche Konsistenz haben.
  6. Eventuell pürieren.
  7. Zum Schluss gehacktes Karottengrün unterrühren.
  8. In ausgespülte Gläser abfüllen und kühl lagern.

Tipps & Tricks

Das Chutney ist etwa zwei Wochen haltbar. Besonders zu Hartkäse schmeckt es toll.

Alle Fotos aus diesem Beitrag stammen von Daniel Traunfellner.
Weitere Rezepte findest du auf der Homepage.

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