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Christina Steindl

Zwischen Küche und Wettbewerben
© Lukas Kirchgasser Fotografie

Eine Frau in einer renommierten Küche zu sehen, ist ja meist schon außergewöhnlich. Und eine Frau bei einem renommierten Wettbewerb zu sehen, ist beinahe einzigartig. Christina Steindl war zuerst Kandidatin bei den Jungen Wilden, dann begeisterte sie beim Vorfinale des Koch des Jahres in Salzburg. Wir haben die 27-Jährige Tirolerin für euch getroffen und sprechen mit ihr über ihren Werdegang, ihre Erfahrungen in den Wettbewerben und ihre Einstellung zu Lebensmitteln. Ein Beitrag in drei Absätzen, voller Faszination, Überraschung und ganz viel kulinarischer Lebenslust.

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„Entscheidend war das Praktikum bei Heinz Winkler für mich.“
Christina Steindl, Teilnehmerin Junge Wilde & Koch des Jahres

Trotzdem

Traumkarriere Köchin?

Vom Wunschberuf Maschinenbauingenieurin zur talentierten Sous-Chefin bei der Rohrmoser Kocht GmbH. Christina hat mit Sicherheit nicht den klassischen Weg einer Traumkarriere genommen. Die Kirchbergerin träumte von einer technischen Karriere, besuchte dann aber doch ihren Eltern zu Liebe die Tourismusschulen Am Wilden Kaiser in St. Johann und machte dort ihre ersten Erfahrungen mit der Gastronomie. „Entscheidend war das Praktikum bei Heinz Winkler für mich. Dort entdeckte ich meine Leidenschaft für das Kochen“, erzählt Christina begeistert. Nach der abgeschlossenen Schulausbildung verschlug es die Tirolerin ins Pongau. Genauer gesagt nach Bischofshofen zu ihrem heutigen Arbeitsplatz. Dabei ist das Konzept hinter Rohrmoser Kocht das eines Personal-Leasing-Unternehmens, was bedeutet, dass andere Betriebe Köche für eine bestimmte Zeit „mieten“ können. Wobei das natürlich für Christina wiederum eine riesige Chance ist, da sie so schon einige Küchen von innen gesehen hat und immer wieder mit anderen Köchen zusammen arbeiten kann.

Wie auch

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© Lukas Kirchgasser Fotografie

und

Natur auf dem Teller

© Lukas Kirchgasser Fotografie

Nicht nur das Talent in der Küche macht Christina zu einer ganz besonderen Person, auch mit ihrem extrovertierten Charakter hat sie die Jury der Jungen Wilden 2016 bezaubert. Dabei würden Wettbewerbe immer eine Menge an Arbeit verlangen, meint die Köchin, es beginne bei den Überlegungen zu den Gerichten und der Konkretisierung der Ideen. Und ende schlussendlich bei der Kalkulation und der Gestaltung der Bewerbung.

Hierbei hat besonders Christina eine künstlerische Herangehensweise an ihre Kreationen. Für die Bewerbung zum Koch des Jahres 2016 ließ sie die Natur besonderen Einfluss nehmen und legte großen Wert auf die Nachhaltigkeit im Menü. So zeichnete sie für alle drei einzureichenden Teller Vorlagen, die besonderen Bezug zur Natur hatten und legte diese ihrer Bewerbungsmappe bei. Jedoch war ihr auch bei diesen Kreationen immer eine gerade Linie wichtig, ihre Gerichte sollten einfach ihren Stil vertreten. Und genau dieser Kochstil begeisterte die Jury und katapultierte die Kirchbergerin als einzige Frau direkt ins Vorfinale des renommierten und hochkarätigen Wettbewerbs in Salzburg. Auf die Frage, wann sie nervös sei, meinte Christina nur: „Beim Kochen bleibe ich ruhig bis zum Schluss, nur kurz vor dem Anrichten packt mich die Nervosität. Dann konzentriere ich mich aber wieder auf die Sache an sich und bringe meine Arbeit wie geplant zu Ende.“ Und diese Arbeit zahlt sich aus. Christina schafft Kunstwerke, die nicht nur durch ihr Aussehen überzeugen, sondern auch Geschmacksexplosionen für Genießer bereit halten.

 

Apfelbeere | Schokolade | Grammeln.

Diese Bestandteile enthielt das Dessert der kreativen Powerfrau bei der zweiten Vorausscheidung der Jungen Wilden, welche Christina mit Bravur gewann. Besonders wichtig war ihr bei diesem Gericht die tierische Komponente, welche sie mit Grammeln in dieses Dessert einbaute. Und damit zeigte, dass ein Menü nicht immer klassisch sein muss. So beschreibt die Kirchbergerin ihren Kochstil selbst als modern und exzentrisch, jedoch immer mit Bezug zur Nachhaltigkeit und Regionalität. Besonders wichtig ist ihr auch, dass sie weiß wo ihre Produkte ihren Ursprung haben. Daher sei das Bio-Abzeichen auf Lebensmittel für sie nicht kaufentscheidend, erklärt Christina, lieber besuche sie Produzenten wie etwa die Metzgerei Huber in St. Johann in Tirol und mache sich selbst ein Bild von den Produkten. Übrigens plant die Kirchbergerin gerade ein Kochbuch, welches über die Tiroler Hausmannskost handeln soll. Wie genau sie diese umsetzt, bleibt ein Geheimnis. Wir verfolgen dieses Vorhaben jedoch auf jeden Fall!

Derzeit ist Christina Steindl im Fernsehen bei The Taste auf SAT 1 zu sehen.
Weitere Beiträge findest du auf der Homepage.

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